Interaktive Videos
Lehr-Videos hatten bislang, aufgrund ihrer Linearität einen entscheidenden Nachteil; ungenügende Interaktivität. Üblicherweise bestand diese im Vor- und Zurückspulen, Pausieren und im besten Fall im Setzen von Markern bzw. Lesezeichen.
Doch sind gerade die Lernbedürfnisse eines Individuums weitaus unterschiedlicher anzusetzen, als jedem den gleichen, starren Inhalt zu offerieren. Ungeachtet der mentalen Kapazität (Cognitive Load) und der damit verbundenen Aufnahmefähigkeit, gilt es die Darstellung von Information so zu optimieren, dass sie jeder Person gerecht wird. Dies bedeutet im einfachsten Sinn den Lehrstoff zu gliedern und nach unterschiedlichen Bedürfnissen bereit zu stellen.
Interaktivität spielt dabei eine große Rolle. Hypervideos, bereits aus der Werbung bekannt, verhelfen dem Schüler, ähnlich dem Hypertext, eigene “Wege” durch das Lehr-Video zu beschreiten. Es gibt somit keine festgelegten, geschlossenen Einheiten mehr, sondern nur noch Rahmenbedingungen. Umso wichtiger erscheinen die Navigationselemente, durch die ein “Lost in Hypervideo” vermieden werden soll.
Eine interessante Variante zeigt ADIVI (add digital information to video). Dabei werden im jeweiligen Video Anker gesetzt, die auf verschiedene Formate und Medien (Texte, Bilder, Videos, Animationen) verweisen können.
Die Einsatzbereiche von Hypervideos sind vielfältig. Vom industriellen Einsatz (Dokumentationen, Anleitungen, Produktpräsentationen), über eLearning und Bildung (Interaktive Lehrmaterialien, Training-on-the-Job) bis hin zu Infotainment und Community (Portale, Webseiten).











