Beispiele zu ePortfolios

Zuletzt wurde das Thema ePortfolios in diesem Blog umfassend erläutert. Um nun einen “praktischeren” Eindruck von den Anwendungsmöglichkeiten zu bekommen, hier folgende ausgewählte Beispiele bzw. Sichten auf ePortfolios:

2010; Nutzung von ePortfolios

ePortfolios für jeden! So steht es geschrieben, zumindest wenn es nach EIfEL (European Institute for E-Learning) geht. Nicht zuletzt soll damit den “Lissabon-Zielen” entsprochen und ein transparentes Framework für Qualifikationen und Kompetenzen geboten werden. Zugegeben, ein sehr engagiertes Unterfangen, das durchaus viel versprechend klingt.

Im Jahr 2010 angekommen, haben Sie sicherlich schon Ihr persönliches ePortfolio eingerichtet, oder? Falls nicht, können Sie dies hier nachholen und sich kostenlos anmelden: eportfolio.al-now.net. Entgegen des stark zunehmenden Interesses an einer “elektronischen Sammelmappe”, scheint jedoch das europäische Vorhaben – trotz unbestreitbar hoher Relevanz – noch ein gutes Stück von der eingangs erwähnten Aussage entfernt zu sein.

Der Nutzen, der hinter einem ePortfolio steckt, ist eigentlich klar erkennbar und die Einsatzbereiche sind umfangreich (e-portfolio.at):

  • Schule: Das ePortfolio unterstützt die SchülerInnen vorrangig beim selbstorganisierten Lernen und der Reflexion. In weiterer Folge dient es der Evaluierung und Beurteilung. Das ePortfolio soll SchülerInnen über die Schulzeit hinaus begleiten und ihnen die Möglichkeit bieten, individuell Inhalte bestimmten Personen zugänglich zu machen.
  • FH/Universität: Als StudentIn geht es darum, entlang des Lernverlaufs selbstständig den Wissensstand zu reflektieren, um ein eigenes Kompetenzprofil zu erstellen. In ihrer Verantwortung liegt somit die Dokumentation der Arbeitsergebnisse während des Studiums.
  • Erwachsenenbildung: Bildung von Erwachsenen definiert sich durch lebenslanges Lernen, wofür die Lernenden letztendlich selbst verantwortlich sind. Ein eigenes ePortfolio bietet das Potential sich mit den persönlichen Fähigkeiten auseinander zu setzen und macht es für (potentielle) Arbeitgeber transparenter.
  • Beruf und Wirtschaft: ePortfolios finden gerade in der Wirtschaft großen Anklang, da sie weit über Bewerbungen hinausgehen. “In der Personalentwicklung geben E-Portfolios einen Überblick über den Entwicklungsweg einer Person und erleichtern die Karriereplanung und Stellenbesetzung.E-Portfolios veranlassen zur intensiven Auseinander­setzung mit dem eigenen beruflichen Werdegang. Man erwirbt mehr Klarheit, über die persönlichen Ziele, Stärken und Schwächen. … Durch die Differenzierung zu MitbewerberInnen erhöhen sich die Job-Chancen.

Bei all diesen Möglichkeiten des Einsatzes von ePortfolios besteht ebenso Konfliktpotential, wenn es darum geht Reglementierungen zu treffen, die dem Typus eines ePortfolios widersprechen. Speziell ein modularer Aufbau, der es Benutzern ermöglicht individuelle “Seiten” zu erstellen, kann zu ungewolltem Wildwuchs bei der Informationsdarstellung führen. Dieses Verhalten wäre bezüglich des CDs (Corporate Design) von Unternehmen und Institutionen (z.B. Business Schools) unerwünscht. In einem anderen Fall sollten ePortfolios nicht für jeden, sondern nur für einen speziellen Besucherkreis zugänglich sein, da gerade im Recruiting mit solchen “wertvollen” Informationen gearbeitet wird.

Weitere Informationen bei: EIfEL

Einsatzmöglichkeiten von Mobile Learning

In welchen Gebieten sich Mobile Learning nutzen lässt, gezeigt an folgenden Beispielen:

Für die Deutsche Bahn AG bedeutet Mobile Learning, die Chance zu haben, 15.000 Zugbegleiter kontinuierlich fortzubilden. Vorteile liegen etwa in der Nutzung von Leerzeiten für spontanes Lernen und der Möglichkeit von “on-demand” Learning. Als nachteilig ist der intensive Medieneinsatz und die erhöhte Lernbereitschaft der Mitarbeiter zu sehen. Die Umsetzung des Projektes erfolgte mittels CourseBuilder.

Ein anderes Beispiel zeigt, wie Facharbeiter ihr Wissen bzgl. ökologischer und klimagerechter Altbausanierung, anstatt in reinen Präsenzveranstaltungen, u.a. direkt vor Ort erwerben können. Zusätzlich wird die Kommunikation bzw. zentrale Dokumentation aller durchgeführten Arbeiten und verwendeten Materialien erleichtert.

Auch wenn es nicht vollständig das Potential von Mobile Learning erfasst, erlauben Podcasts unterschiedlichste Themen aufzugreifen und umzusetzen. Etwa das Erlernen von Sprachen oder auch den Austausch von Neuigkeiten und Know-how.