Open Source im E-Learning

Sieht man das Angebot an Software vor etwa zehn Jahren und vergleicht es mit den heute fortschreitenden Gegebenheiten, stellt man schnell fest, es hat sich einiges getan. Aktuelle Hardware und neue Entwicklungsumgebungen erleichtern zwar die Prozesse, jedoch zeichnen sich Businessmodelle ab, die in erster Linie nicht länger die Nutzer zur Kasse bitten. Vielmehr werden durch etwaige Zusatzleistungen bzw. -dienste zu Open Source Projekten, Einnahmen erzielt. Siehe auch Chris Anderson’s blog “The Long Tail” und seine Neuerscheinung “Free”.

Wie zeigt sich die Entwicklung im Bereich des E-Learnings?

Es gibt eine Reihe an kostenlosen Software-Paketen und Content-Angeboten, die verwendet werden können, um Lernmaterialien ideal aufzubereiten und in einer Lernumgebung (z.B. Moodle) verfügbar zu machen. Dazu zählen Programme, wie etwa OpenOffice, GIMP (zur Bearbeitung von Photos und Grafiken) und Audacity (zur Erstellung eines Podcasts). Selbst die Kommunikation, bis hin zu Video- und Konferenzschaltungen mit mehreren Kurs-Teilnehmern, kann durch den Einsatz von so genannten Messengern (z.B. Skype) realisiert bzw. verbessert werden.

In Bezug auf Content tummelten sich, zu einer früheren Zeit, verschiedene namhafte Anbieter von Lexikas bzw. Enzyklopädien (Brockhaus, Microsofts Encarta, Britannica, etc.) und warben um die Gunst der Konsumenten. Wo sind sie geblieben? Nach offensichtlich längerer Ungläubigkeit mussten sie erkennen, dass ein “neues Werk” in Erscheinung getreten war; Wikipedia. Wer hätte das gedacht, dass dieses Vorhaben (aus dem Jahr 2001), getragen durch unzählige, freiwillige Autoren, nun schon mehr als 935.000 Artikel umfasst und kontinuierlich weiter wächst. Obwohl die generelle Qualität der Artikel, durch etwaige Fehler und Manipulationen, von Zeit zu Zeit in Frage gestellt wird, stimmt das Konzept. Jeder hat die Möglichkeit die Enzyklopädie kostenlos für sich zu nutzen bzw. daran mitzuarbeiten, um das Gesamtwerk zu optimieren. Dies war nur ein Beispiel für Content, all die freien Publikationen, Blogs und Foren nicht berücksichtigt.

Abschließend, die Basis kann derzeit kaum einfacher sein, um bspw. als Trainer Online-Kurse anzubieten und diese durch entsprechende Werkzeuge zu unterstützen!