Bildung durch Wiki(pedia)s

Wikis kennt eigentlich schon jeder und genutzt werden sie von mindestens ebenso vielen. Bekanntester Vertreter und federführend ist sicherlich Wikipedia, obwohl mittlerweile immer häufiger der Wunsch nach verbesserter Usability bzgl. der leicht in die Jahre gekommenen Bedienoberfläche geäußert wird.

Nichtsdestotrotz, wurde durch Wikipedia die Funktionalität von Wikis einer breiten Masse zugänglich gemacht, ganz abgesehen vom erzielten Mehrwert dieser Plattform. Was spricht eigentlich dagegen, ein Wiki für eigene Zwecke zu führen? Nichts, eigentlich! Eigentlich nur deswegen, weil ein Wiki erst durch das Zusammenwirken einer entsprechenden Community “lebt”. Betrachtet man dabei den Lernprozess der Beteiligten sind besonders die didaktischen Perspektiven von Interesse (vgl. lehrer-online.de):

  • Während der Präsenzlernphasen: Autoren haben jederzeit Zugriff auf ihre und andere Beiträge, wobei es sich weiters erübrigt, auf unterschiedlichen Medien (Internet, PC, Speichermedien, Papier, …) diese parallel zu führen. Durch die Beteiligung anderer an den Beiträgen wird der Lehr- Lernprozess gefördert.
  • Während der Distanzlernphasen: Durch die Möglichkeit des globalen Zugriffs stehen die Beiträge / Informationen auch außerhalb von Präsenzveranstaltungen bzw. in Praktikumsphasen zur Verfügung.
  • Erweiterung des Nutzerkreises: Sofern keine beabsichtige Begrenzung des Teilnehmerfeldes besteht, können die Informationen auch von anderen Interessierten genutzt und dabei ergänzt / aktualisiert werden.
  • Stärkung der Sozialkompetenz: Speziell durch das Abändern fremder Beiträge und die Bereitschaft zur Kooperation (inhaltlich/zeitlich) fördert die Sozialkompetenz und das Verantwortungsbewusstsein.
  • Stärkung der Ambiguitätstoleranz: Bei der Erstellung von Beiträgen wird bewusst auf Zusammenarbeit gebaut. Es gilt sich mit eigenen Unsicherheiten und alternativen Ansichten übriger Teilnehmer auseinanderzusetzen.
  • Nutzung von “Multimedialität”: Durch das Medium Internet und entsprechender Werkzeuge (z.B. Wiki) wird den Beteiligten eine Multicodalität/-modalität ermöglicht, wodurch Inhalte besser aufbereitet werden können.
  • Medienkompetenz: Einfache Technologien zur Erstellung von Beiträgen beseitigen mögliche Eintrittsbarrieren.
  • Schaffung von Transparenz und Flexibilität: Beteiligten muss eine (Lern-)Umgebung zur Verfügung stehen, die es ihnen einerseits erlaubt ihre Beiträge zu verwalten und zu schützen, andererseits nicht den Inhalt auf das Werkzeug, vielmehr das Werkzeug auf den darzustellenden Inhalt anzupassen. Dies bedeutet, dass sich durchaus ein Blog oder ein Forum besser eignen kann.

Weitere Informationen bei: lehrer-online.de

Autorentool eXelearningPlus

Bei der Konzeption von Webauftritten respektive Lernmodulen stellt sich weniger die Frage “Welche Autorentools verwende ich?”, als vielmehr “Welche Inhalte möchte ich wie umsetzen?”. Egal ob es um die Erstellung der eigenen Webseiten oder um die spezifische Produktion von Lernpaketen geht; der Inhalt muss immer an erster Position stehen.

Dennoch sollte man wichtige Hilfsmittel (Werkzeuge) kennen, die eine optimale Bereitstellung der Lerninhalte erlauben. Neben den bereits genannten Software-Paketen, bietet insbesondere das kostenlose eXelearningPlus eine leicht handhabbare Umgebung, mit der eine Verwendung auch weniger technisch versierten Personen ermöglicht wird.

eXelearningPlus unterstützt durch so genannte iDevices, welche als Vorlagen für unterschiedliche Erfordernisse dienen. Anschließend kann der plattformunabhängig erstellte Content, aufgrund der SCORM-Kompatibilität, einfach in die entsprechende Lernplattform integriert werden. iDevices können u.a. für folgende Zwecke genutzt werden (exelearning.de):

  • Darstellung von Texten
  • Darstellung von Bildern
  • Verlinkung zu Dateien (einschl. Flash-Präsentationen und Video)
  • Verlinkung zu Webseiten
  • Integration von Inhalten aus Wikipedia
  • Testfragen zum Selbsttest (Multiple-Choice, Richtig-Falsch, Lückentext)
  • Testfragen im SCORM-Modus (Multiple-Choice)

Zugehörige Beispiele zu Lernmodulen finden sich unter: lernmodule.net

Mobile Learning, Limits für Content

Die diversen Einsatzmöglichkeiten von Mobile Learning sind unbestreitbar. eLearning mittels Smartphones, die eine Kombination von Handy und PDA darstellen, für die Hosentasche! Dennoch sollte auf gewisse technische, wie auch physische Anforderungen Rücksicht genommen werden, um ein praktikables Web-Angebot zu gestalten und eine entsprechende Usability zu gewährleisten. Hier drei wichtige Aspekte:

  • Graphische Beschränkungen: Mobile Endgeräte besitzen, wenn überhaupt, gerade einmal ein Zwölftel der Bildschirmgröße eines üblichen Desktops. Mit diesem Hintergrund, führen große Grafiken nicht nur zur Erhöhung der Ladezeit des Inhalts, sondern auch zur Verschwendung von wertvollem Anzeigenbereich. Dieser wird letztlich für Texte, Links und andere Informationen benötigt.
  • Textumfang: Texte erfordern ein klares Layout. Durch eine gut strukturierte Gliederung kann überflüssiges Scrollen vermieden werden. Des Weiteren lassen sich kompaktere Textpassagen mit empfohlen kleinerer Schriftgröße (8px) leichter durch den Leser erfassen.
  • Bedienkomfort: Dieser wird eingeschränkt durch die Bauweise und Bedienoberfläche des Endgerätes. Um Anwender nicht zu überstrapazieren gilt es, den Eingabeumfang möglichst zu reduzieren und bspw. durch Links zu vereinfachen.