Trendstudie: Learning Delphi 2009

Wie Weiterbildung in deutschen Unternehmen 2012 voraussichtlich aussehen wird, zeigt das MMB-Institut in Ihrer aktuellen Studie. 54 Experten aus dem Bereich E-Learning wurden u.a. zur Nutzung neuer Lerntechnologien in Unternehmen und dem wirtschaftlichen Erfolg von Lernformen und Lerntechnologien befragt.

Im Ranking stand dabei vor dem Einsatz von WBTs (91%), und den zunehmend interessanter werdenden Social Networks (83%) die Integration von Blended Learning Angeboten (96%). Der Trend lässt erkennen, dass sich Unternehmen von one-to-many-Konzepten distanzieren und auf mehr Vielfalt setzen. Weblogs und Microblogging wird zukünftig weniger Nutzen eingeräumt.

Eine weitere interessante Entwicklung zeigt sich in Unternehmen durch die Absicht verstärkt Lerninhalte selbst zu erstellen, auf Open-Source Lernplattformen, Simulationen, wie auch auf Mobile Learning zu setzen. Hier finden Sie mehr über die Studie.

Blended Learning in Schulen

Eine sich seit Wochen hinziehende Diskussion spitzt sich zu. Aus dem österreichischen Unterrichtsministerium wird – salopp ausgedrückt – eine zweistündige Erhöhung der Lehrer-Präsenz in Schulen gefordert. Ein Streik ist zum jetzigen Zeitpunkt von Seiten der Lehrer wie auch der GÖD durchaus möglich.

Nun der Diskussions-Wandel zum Thema “mehr Qualität”. Von der Stellenvergabe bei Lehrern und Direktoren (Schulleitern) einmal abgesehen, sollen letztere offensichtlich zusätzliche Verantwortung bzgl. Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrer schultern. Dies wird der Suche nach “freiwilligen” Direktoren auch zukünftig kaum zuträglich sein.

Nach all diesen Querelen, kann man nur hoffen, dass die Qualität der Bildung bei Schülern nicht zu kurz kommt. Bezogen auf die Weiterbildung von Lehrern, stellen sich hingegen Fragen, in wie weit bspw. Neue Medien tatsächlich ins Klassenzimmer Einzug halten bzw. gehalten haben und ob diese in der Praxis von der jeweiligen Schule auch entsprechend gefördert werden. Sofern man diese Fragen positiv beantworten kann, ergibt sich automatisch eine individuelle Verteilung des Unterrichts über den Tag, auch außerhalb der Schulzeit. Die traditionelle Präsenzveranstaltung wandelt sich in eine teils synchrone (auch face-to-face), teils asynchrone Kommunikation zwischen Lehrer(in) und Schüler(in). Schüler erbringen somit ihre Leistungen in unterschiedlichen Formen, wobei Lehrer ihren Schützlingen vielmehr als Coach zur Seite stehen können.

Bei all diesen Wunschvorstellungen, lässt sich die Problematik erkennen, wenn es darum geht Arbeitszeiten festzulegen. Der Begriff Blended Learning und der damit konsequent umgesetzte Einsatz zentraler Lernplattformen führen zu einem weiteren schlüssigen Ansatz um unsere Bildungsstätten zu reformieren: Die Entwicklung einer neuen Lernkultur.