Google+ vs. Facebook

Alle reden von Google+ obwohl derzeit nur wenige Testnutzer in den Genuss kommen. Durchaus eine nützliche Marketinglist, um das Feuer zu schüren, aber was “scheint” Google+ besser zu können, das Facebook nicht kann? Vielmehr was soll einen gewöhnlichen FB-User dazu bewegen, zu Google+ zu wechseln?

Googles Absicht ist klar, die Abwanderung der Nutzer zu FB zu stoppen bzw. umzukehren. Neben der Anzahl an Zugriffen sind Seitenaufrufe und Verweildauer eine wesentliche Größe, im Speziellen, wenn es darum geht den Bestand an erhobenen Daten zu verdichten resp. zu bewerten. Bei all diesen Bestrebungen nach Information wirbt Google dennoch mit mehr Privatsphäre. Dahinter steckt wohl der bedeutendste strukturelle Unterschied zwischen den beiden Kontrahenten.

Google+, wohl eine der fantasielosesten Namensgebungen, preist so genannte “Circles” an, um beispielsweise Kontakte von Familienangehörigen, Freunden, Geschäftspartnern, etc. zu separieren und somit den “Übergriff” einzuschränken. Gerade darin liegt der Vorteil gegenüber FB, wenn man seine Familie resp. Freunde nicht den geschäftlichen Kontakten zugänglich machen und sich somit auch ein Stück Privatsphäre erhalten möchte. Mit dieser Abgrenzung kann den jeweiligen Gruppen weiters individueller Inhalt (Photos,Videos) per “Instant Upload” bereitgestellt werden.

Neben den “Circles” definiert sich Google+ aus Hangouts, Sparks und dem Huddle. Hangouts steht für Gruppen-Video Chats mit bis zu zehn Kontakten, u.a. nutzbar für berufliche Videokonferenzen. Interessant wird dabei sicherlich sein, ob sich der Video Chat dadurch tatsächlich etablieren lässt oder weiterhin ein Schattendasein führen wird. Als Alternative der Huddle, der mittels Smartphone Textnachrichten an Gruppen ermöglicht und so eine zentrale Kommunikation bietet. Sparks hat offensichtlich etwas von einer personalisierten Suchmaschine, die jedem Nutzer genau das liefern soll, was gewünscht wird. Lassen wir uns überraschen!

Keine Frage, ob sich Google+ durchsetzen kann, wird letztlich von einer guten Presse und positiven Bewertungen bestimmt. Dennoch ist es eine Kampfansage, die uns zumindest den Schein einer virtuellen Privatsphäre, in Form von Kreisen, zurück gibt.

Jede Menge kostenloser Programme

Ob unterwegs auf Reisen oder an einem fremden Arbeitsplatz im Büro, stellen portable Applikationen die optimale Lösung dar, um den eigenen Bedarf an Programmen zu decken und dabei keine persönliche Spuren zu hinterlassen.

Dank der großen mobilen Speichervolumen, die USB-Sticks bieten, können sämtliche benötigten Anwendungen, incl. deren Daten, auf einfache Weise mitgenommen werden. Die jeweilige Arbeitsumgebung kann dabei aufgrund der Programm-Vielfalt völlig individuell zusammengestellt werden und neben Office-Paketen aus Anwendungen für Foto- und Videobearbeitung, zur Unterhaltung oder für die Kommunikation über das Internet bestehen. Gerade wenn es darum geht, keine privaten Daten (etwa E-Mails oder auch Adressen) auf einem fremden Computer zu hinterlassen bieten diese eine nützliche Alternative.

Einige interessante Anwendungen:
-> PortableApps.com Suite
-> Gimp (Bildbearbeitung)
-> Dia (Erstellung von technischen Diagrammen)
-> Lingoes (Übersetzer)
-> Foxit (PDF Reader)
-> Notepad++ (Editor)
-> FileZilla (FTP-Client)
-> Skype
-> VLC (Media Player)
-> JkDefrag (Defragmentierungstool)

Weitere Ressourcen für Downloads:
-> portablefreeware.com
-> portableApps.com

Social (virtual) Life?!

Willkommen in der virtuellen Welt! In einer Welt, die, so scheint es, nur noch aus Gründen der sozialen Vernetzung Berechtigung hat. Jeder der nicht in sämtlichen namhaften Netzwerken bzw. Communities vertreten ist, einen “Freundeskreis” von mehreren tausend Schein-Persönlichkeiten sein Eigen nennen kann und den aktuellen Status seiner auf der Fensterbank stehenden Zimmerpflanze bekannt gibt, ist nicht länger zeitgemäß. Selbst E-Mails, obwohl sie nach wie vor das vorrangige Kommunikationsinstrument im Internet darstellen, werden von einer Reihe dezentraler Mitteilungskästchen der jeweiligen Plattformen abgelöst.

Zugegebenermaßen etwas überzogen dargestellt, oder vielleicht auch nicht? Doch bei all diesen Erscheinungen, die nur einen weiteren Schritt in unserer soziovirtuellen Entwicklung prägen, gilt es manch wesentlichen Aspekt nicht aus den Augen zu verlieren.

Bei all dieser Hingabe vieler Microblogger ihr öffentliches Tagebuch zu verwirklichen und andere daran teilhaben zu lassen, kann es zu unerwarteten, unliebsamen Überraschungen kommen. Ganz nach dem Motto “Und niemand merkt, dass du verschwunden bist” fällt es schwer zu akzeptieren, dass man zwar eine Vielzahl an Kontakten hatte, jedoch auch nur einer von vielen war und nicht weiter vermisst wird. Die daraus resultierende Konsequenz? Besinnung zurück auf “traditionelle” Anwendungen (Blog), sowie eine persönliche Kommunikation mit Individuen, die sich durch konkrete Inhalte fanden.

Doch die Vernetzung mitsamt ihren Auswüchsen schreitet voran und lässt die Qualitätsansprüche nicht immer im Vordergrund stehen. Besonders populäre Technologien zeigen ein so genanntes Rauschen, welches sich durch die exzessive Nutzung für Marketingzwecke ergibt. Bleibt abzuwarten, wohin die Reise der Sozialen Netzwerke führt.