Wie lerne ich am besten Vokabel?

Diese Frage stellt sich zu Beginn wohl jeder, der eine neue Sprache erlernt bzw. seinen Wortschatz erweitern möchte. Bei der Auswahl geeigneter Hilfsmittel besteht natürlich ein Unterschied, welchen Zugang (bzgl. Alter, Wissensstand, etc.) zum Medium die jeweilige Person hat und ob  sie bereits erste Kenntnisse besitzt oder völlig neu beginnt. In jedem Fall: “Ohne Wörter keine Sprache”! Hier nun ein paar Vorschläge  zum Lernen von Vokabeln.

  • Audio Medien: Reine Audio Inhalte (AudioCDs, MP3, Podcasts, Radio oder Audio-Streams) haben den Vorteil, bei der richtigen Aussprache und Grammatik zu unterstützen und sich für den mobilen Einsatz bestens eignen, allerdings den Nachteil haben, dass häufig die Schreibweise zu kurz kommt. Für Fremdsprachen, mit komplexem Schriftsystem, etwa Japanisch, etc., bieten sie allerdings einen erleichterten Einstieg.
  • Video Medien: Darunter fallen Film und Fernsehen aber auch Video-Streams (z.B. YouTube). Video Inhalte bieten zusätzlich einen visuellen Zugang und haben einen gewissen Unterhaltungswert, wodurch die mentale Aufnahmefähigkeit gesteigert wird. Filme mit Untertitel ermöglichen außerdem die Kombination unterschiedlicher Sprachen (z.B. englischer Film mit deutschem UT).
  • Microblogging (Twitter & Co): Wie in einem früheren Beitrag bereits erwähnt, werden von manchen Bloggern regelmäßig Vokabel geposted und tragen somit zu einem kontinuierlichen Lernprozess bei.
  • Artikel und Newsletter: Online-Zeitungen / -Magazine liefern tagesaktuelle Nachrichten, Blogs und Wikis spezifische Beiträge, je nach Interesse. Kostenlose Übersetzungsprogramme (z.B. Lingoes) erleichtern hierbei das Nachschlagen. Eine Alternative stellen Fremdsprachen-Newsletter dar, die bspw. Neuigkeiten aus unterschiedlichen Quellen zusammenfassen (siehe EnglishOnline).
  • Comics und Humor: Letztlich, eine weitere Ressource basiert auf humoristischem Content (u.a. Comics), wie etwa die spanische Seite Zambombazo.

Interaktive Videos

Lehr-Videos hatten bislang, aufgrund ihrer Linearität einen entscheidenden Nachteil; ungenügende Interaktivität. Üblicherweise bestand diese im Vor- und Zurückspulen, Pausieren und im besten Fall im Setzen von Markern bzw. Lesezeichen.

Doch sind gerade die Lernbedürfnisse eines Individuums weitaus unterschiedlicher anzusetzen, als jedem den gleichen, starren Inhalt zu offerieren. Ungeachtet der mentalen Kapazität (Cognitive Load) und der damit verbundenen Aufnahmefähigkeit, gilt es die Darstellung von Information so zu optimieren, dass sie jeder Person gerecht wird. Dies bedeutet im einfachsten Sinn den Lehrstoff zu gliedern und nach unterschiedlichen Bedürfnissen bereit zu stellen.

Interaktivität spielt dabei eine große Rolle. Hypervideos, bereits aus der Werbung bekannt, verhelfen dem Schüler, ähnlich dem Hypertext, eigene “Wege” durch das Lehr-Video zu beschreiten. Es gibt somit keine festgelegten, geschlossenen Einheiten mehr, sondern nur noch Rahmenbedingungen. Umso wichtiger erscheinen die Navigationselemente, durch die ein “Lost in Hypervideo” vermieden werden soll.

Eine interessante Variante zeigt ADIVI (add digital information to video). Dabei werden im jeweiligen Video Anker gesetzt, die auf verschiedene Formate und Medien (Texte, Bilder, Videos, Animationen) verweisen können.

Die Einsatzbereiche von Hypervideos sind vielfältig. Vom industriellen Einsatz (Dokumentationen, Anleitungen, Produktpräsentationen), über eLearning und Bildung (Interaktive Lehrmaterialien, Training-on-the-Job) bis hin zu Infotainment und Community (Portale, Webseiten).